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Digital Independence Day 2026 in Berlin – Gemeinsam für digitale Selbstbestimmung
Der Digital Independence Day (DI.Day) steht für digitale Selbstbestimmung, offene Infrastrukturen und gemeinschaftlich gestaltete Technologien. 2026 gewinnt die Bewegung in Berlin spürbar an Dynamik – mit neuen Kooperationen, politischer Aufmerksamkeit und einem wachsenden Netzwerk engagierter Akteur*innen. Und auch Bits & Bäume ist dabei!
16.03.2026 Bits & Bäume Berlin
Das Känguru ruft zum DI.Day auf, CC by 4.0 media.ccc.de
Erfolgreicher Auftakt auf der c-base
Am 14. Januar 2026 setzte Bits und Bäume Berlin auf der c-base ein starkes Zeichen: Die Auftakt- und Anschubveranstaltung war ein voller Erfolg. Das große Interesse zeigte deutlich: Themen wie digitale Unabhängigkeit, nachhaltige Digitalisierung und gemeinwohlorientierte Technik bewegen viele Menschen. Noch wichtiger aber war der Geist der Zusammenarbeit – statt isolierter Einzelinitiativen entsteht zunehmend ein gemeinsames Netzwerk.
Neues Bündnis in Berlin wächst zusammen
Aus dem Auftakt heraus entwickelte sich schnell eine vertiefte Zusammenarbeit. Verschiedene Organisationen und Initiativen fanden zusammen und wurden am ersten Sonntag im Februar im Stadtschloss Moabit erstmals gemeinsam aktiv.
Beteiligt sind unter anderem:
- topio
- Digital Zebra
- Kleindatenverein
- c-base
- Anoxinon e.V.
Gemeinsam verfolgen wir ein klares Ziel: Digitale Strukturen transparenter, nachhaltiger und unabhängiger zu gestalten – und Menschen konkret zu befähigen, ihre digitale Umgebung selbstbestimmt zu nutzen.
Öffentliche Vorstellung auf netzpolitischer Bühne
Das gemeinsame Vorhaben wurde im Februar beim netzpolitischen Abend der Digitale Gesellschaft öffentlich vorgestellt. Damit wurde der DI.Day nicht nur innerhalb der Szene sichtbar, sondern auch in der breiteren netzpolitischen Debatte verankert. Die Präsentation machte deutlich: Digitale Souveränität ist kein Nischenthema, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe.
Offizielle Anerkennung durch den Berliner Senat
Auch politisch erfährt der Digital Independence Day Rückenwind. Durch eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Stefan Ziller (GRÜNE) wurde der Berliner Senat um eine Bewertung gebeten.
In seiner Antwort stellt der Senat klar: Die Förderung digitaler Souveränität ist ein Ziel der Berliner Digitalpolitik. Initiativen, die Bewusstsein für digitale Selbstbestimmung, Datenschutz und Datensicherheit schaffen, werden ausdrücklich begrüßt.
Die Grundidee des DI.Day – Menschen zu einem reflektierten Umgang mit digitalen Diensten zu motivieren – wird positiv bewertet. Gleichzeitig bleibt die Wahl digitaler Dienste eine individuelle Entscheidung der Nutzer*innen. Diese Stellungnahme ist ein wichtiges Signal: Digitale Selbstbestimmung wird als politisch relevantes Thema anerkannt.
Berlin vernetzt sich weiter
Inzwischen laufen die Jahresplanungen für 2026. Weitere Hack- und Makerspaces werden eingebunden, um Synergien zu schaffen und Ressourcen zu bündeln. Veranstaltungen finden unter anderem auch statt bei:
- xHain Hack+Make
- Chaos Computer Club Berlin
Bereits stattgefunden hat ein erstes berlinweites Koordinationstreffen zur weiteren Jahresplanung des DI.Day 2026. Ziel ist es, aus vielen einzelnen Aktivitäten ein stadtweites, sichtbares Ereignis zu machen.
Gemeinsam mehr erreichen
Der Digital Independence Day ist kein Einzel-Event – er ist Teil eines wachsenden Netzwerks. Mehrere Organisationen unterstützen sich gegenseitig mit:
- Fachwissen
- Praktischer Erfahrung
- Infrastruktur
- Bildungsangeboten
- Solidarischer Zusammenarbeit
Uns verbindet der Wunsch, Wissen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam nachhaltige digitale Strukturen aufzubauen. Der DI.Day bildet dabei den gemeinsamen Rahmen – als Orientierungspunkt und als Einladung an alle, sich einzubringen.
Warum das wichtig ist
Digitale Dienste prägen unseren Alltag. Doch wer kontrolliert die Infrastruktur? Wem gehören die Daten? Welche Alternativen gibt es? Der Digital Independence Day macht diese Fragen sichtbar – und zeigt praktische Wege auf:
- Offene Software nutzen
- Satenschutzfreundliche Alternativen kennenlernen
- Lokale Communities stärken
- Eigene Kompetenzen ausbauen
Berlin zeigt 2026 eindrucksvoll: Digitale Selbstbestimmung entsteht dort, wo Menschen sich vernetzen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam gestalten. Der DI.Day nimmt Fahrt auf – und alle sind eingeladen, Teil dieser Bewegung zu werden, dafür spricht sich auch der Regionalzweig Bits&Bäume Berlin aus.
Mehr Infos zum DI.Day inklusive Wechselrezepten zu demokratischeren Alternativen gibts auf der Website.
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