Studie
Wege zur gemeinwohlorientierten, gerechten und selbstbestimmten Gestaltung digitaler Infrastrukturen
Digitale Infrastrukturen sind zur Grundlage gesellschaftlicher Teilhabe, wirtschaftlicher Aktivität und staatlicher Handlungsfähigkeit geworden. Gleichzeitig konzentriert sich ihre Kontrolle auf wenige Technologieunternehmen. Mit generativer KI und dem Ausbau von Rechenzentren wachsen Abhängigkeiten weiter. Sie betreffen ökonomische und sicherheitspolitische Fragen ebenso wie demokratische Öffentlichkeit, Arbeitsverhältnisse, Grundrechte sowie ökologische und globale Gerechtigkeit.
04.11.2026
Die von Bits & Bäume beauftragte Studie analysiert Ansatzpunkte für eine demokratische digitale Infrastruktur. Dominik Piétron untersucht den Bereich Plattformen, Anne Mollen, Anastasia Glawatzki und Sigrid Kannengießer den Bereich KI und Wissenssysteme und Tara Merk vom Weizenbaum-Institut, den Bereich Rechenzentren. Parminder Singh und Sven Hilbig ordnen abschließend die globale Dimension digitaler Souveränität ein und betrachten, welche Rolle die Beteiligung von Akteur:innen aus Afrika, Asien und Lateinamerika für deren Gestaltung spielt.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass digitale Selbstbestimmung weder allein durch staatliches Handeln noch durch technische Alternativen erreichbar ist. Sie setzt das Zusammenwirken öffentlicher Institutionen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften, Kommunen und gemeinwohlorientierter Wirtschaftsakteur:innen voraus.
Die Studie wird am 09. November veröffentlicht und wird dann hier verfügbar sein: